Recht und Steuern

13.03.2019 - 12:45 Uhr

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Google-Quellensteuer in Bayern ist vom Tisch

Unternehmen, die GoogleAds geschaltet haben, müssen auf diese Beiträge keine Quellensteuer mehr bezahlen.

Medienberichte, wonach die bayerische Finanzverwaltung in Betriebsprüfungen rückwirkend bei den Auftraggebern Quellensteuer für bei ausländischen Online-Konzernen gebuchte Werbedienstleistungen einfordert, haben in den vergangenen Tagen zu viel Verärgerung bei bayerischen Unternehmen geführt. Drohende Steuernachzahlungen, zum Beispiel auf GoogleAds, in Höhe von 15 Prozent, rückwirkend für bis zu sieben Jahre standen im Raum.

Der Bayerische Industrie und Handelskammertag (BIHK) hat in dieser Frage konstruktive Gespräche mit dem Bayerischen Finanzministerium geführt, um Nachteile für den Digital-Standort Bayern abzuwenden.

Das Bayerische Finanzministerium hatte mitgeteilt, dass die betroffenen Fälle offen gehalten und damit die Steuernachzahlungen vorerst nicht fällig würden. Die Bayerische Finanzverwaltung wolle abwarten, bis eine bundeseinheitliche Verwaltungsauffassung vorliegt. Diese liegt jetzt vor.

Auf Bund-Länder-Ebene wurde Einigkeit darüber erzielt, dass inländische Gewerbetreibende gerade keinen Steuereinbehalt bei Onlinewerbung tätigen müssen.

Weitere Informationen unter:

http://www.stmflh.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/23847/index.htm