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08.12.2017 - 11:18 Uhr

IHK-Vollversammlung tagte in Schweinfurt

Gute wirtschaftliche Perspektiven

Schweinfurt – Die Vollversammlung der IHK Würzburg-Schweinfurt hat gestern im Rathaus der Stadt Schweinfurt getagt. Im Mittelpunkt der Sitzung des Parlaments der mainfränkischen Wirtschaft stand der Gastvortrag von Professor Dr. Peter Bofinger, einem der fünf „Wirtschaftsweisen“. Er referierte zum Thema „Wirtschaftliche Perspektiven für die neue Legislatur“.

Bofinger machte deutlich, dass es Ziel einer neuen Bundesregierung sein müsse, Europa voranzubringen. Er outete sich in diesem Zusammenhang als Anhänger des französischen Staatspräsidenten und dessen Reformideen für die Europäische Union. „Ich bin ein Macron-Fan“, so der Professor. Nur eine starke EU könne ein Gegengewicht zu den USA und China bilden. In Hinblick auf die Bundesrepublik sah Bofinger „eine große Investitionsschwäche“ – und das, obwohl sich der Staat so günstig wie nie Geld an den Finanzmärkten leihen könne. „Die schwarze Null wird nicht in Frage gestellt“, kritisierte er. Seine Forderung: Der Staat müsse in der momentanen Situation mehr Geld ausgeben, insbesondere für Bildung. Trotzdem sieht Bofinger für die Zukunft insgesamt gute wirtschaftliche Perspektiven.   ´

Mehrere Positionspapiere beschlossen  

In der gestrigen Sitzung wählte die IHK-Vollversammlung außerdem einen Wahlausschuss für die im Herbst 2018 anstehende IHK-Wahl. Zudem verabschiedeten die Mitglieder mehrere Positionspapiere, darunter die Positionen der bayerischen IHKs zur beruflichen Bildung sowie die BIHK-Positionen zur Landtagswahl 2018, mit denen sich die neun bayerischen IHKs gemeinsam aktiv in die politischen Debatte einbringen wollen.