Brexit

13.01.2021 - 14:08 Uhr

International

Brexit und REX

Erst sehr spät wurde am 24. Dezember 2020 zwischen der EU und UK eine grundsätzliche Einigung über ein Handels- und Kooperationsabkommen erzielt.

Der Registrierte Ausführer, abgekürzt REX, spielt beim präferenzbegünstigten Warenverkehr der EU und dem UK eine entscheidende Rolle.
Hintergrund: Das ausgehandelte Handels- und Kooperationsabkommen (Trade and Cooperation Agreement, TCA) sieht in seiner vorläufigen Anwendung seit dem 1. Januar 2021 vor, dass wie in anderen Freihandelsabkommen, ein in der Ausfuhrvertragspartei ausgefertigter Präferenznachweis vorgesehen ist - hier in Form einer "Erklärung zum Ursprung" (EzU). Im Rahmen des präferenziell begünstigten Warenverkehrs haben Ausführer aus der EU nun die Möglichkeit die EzU auf der Rechnung abzugeben. Leider verhält es sich wie bei anderen „neuen“ Abkommen auch so, dass diese Regelung nur für Warensendungswerte von bis zu EUR 6.000 gilt. Über diesem Wert sind nur Registrierte Ausführer (REX) berechtigt eine EzU auf der Rechnung anzugeben. Diese Verfahrensregel hat es damit in sich. Einige Ausführer, die nicht REX sind werden damit vor großen Herausforderungen stehen, da sie ohne REX nicht berechtigt sind bei Warensendungswerten von über 6.000 EUR auf die Präferenzbegünstigung hinzuweisen.

Links zur Zollverwaltung:
https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Warenursprung-Praeferenzen/Praeferenzen/Praeferenznachweise/Ausfertigung-nicht-foermlicher-Praeferenznachweise/Registrierter-Ausfuehrer/Allgemeines-REX/allgemeines-rex_node.html

https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Warenursprung-Praeferenzen/WuP_Meldungen/2020/wup_brexit_handels_kooperationsabkommen.html