Netzwerk Business Class

15.07.2019 - 14:43 Uhr

IHK-Frauennetzwerk "BusinessClass"

Alles maßgeschneidert

Schweinfurt – Im Juni traf sich die BusinessClass zum Thema Inklusion.

Kein Schema-F – alles maßgeschneidert   Leube machte deutlich, dass Inklusion beim Betroffenen beginne: Was will der Mitarbeiter? Wie kommen wir dahin? Denn Geld sei nicht alles. Genau wie bei den meisten Menschen sei auch den Mitarbeitern der Werkstätten eine sinnvolle Tätigkeit wichtig. Deswegen sei die Gestaltung von Sozialraum so bedeutend. Ausgehend von den Fähigkeiten und bekannten Personen des Mitarbeiters werde nach Möglichkeiten gesucht. Dabei dürfe der Mitarbeiter selbstbestimmt entscheiden und ausprobieren – auch bei schwierigen Wünschen.  

Nur wenige Vorgaben schränkten die Auswahl ein. So solle der Mitarbeiter die Anreise zum Einsatzort selbstständig bewältigen. Auf der Arbeit sollten 35 – 40 Wochenstunden Anwesenheitszeit (Arbeitszeit inkl. Pausezeiten) möglich sein und ein Pate müsse als ständiger Ansprechpartner zur Verfügung stehen.  

Nur keine Berührungsängste  

Leube riet: „Interessierte Betriebe können sich bei den Werkstätten melden – in fast jedem Betrieb unabhängig von Größe, Branche oder Sitz – ließen sich Möglichkeiten finden/schaffen, die auch dem Betrieb nutzen.“ Wenn ein Mitarbeiter der Werkstätten in einen neuen Betrieb kommt, gibt es ein (kostenfreies) Langzeitpraktikum im Vorfeld, erklärte Leube. Nach bis zu acht Wochen könnten sowohl der Mitarbeiter als auch der Betrieb entscheiden, ob eine längerfristige Kooperation gewünscht ist. Der Mitarbeiter bliebe bei den Werkstätten angestellt, so könnten beide Seiten jederzeit den Vertrag „ohne schlechtes Gewissen“ kündigen, denn der Mitarbeiter werde nicht arbeitslos. Außerdem seien die Kosten in der Kooperationsphase Sachkosten, da das Unternehmen kein Gehalt an einen Angestellten, sondern die Dienstleistung der Mainfränkischen Werkstätten GmbH bezahle.  

Ziel sei natürlich, dass die Person dauerhafter Mitarbeiter des Unternehmens wird. Unternehmen könnten auf diesem Weg für spezielle Tätigkeiten, für die ein Facharbeiter zu teuer ist, an eine nach und nach qualifizierte Person übertragen. Dies fördere die Motivation bei der Belegschaft und das soziale Miteinander. Ferner bliebe das Schlagwort „CSR“ nicht nur ein Lippenbekenntnis.  

Nähere Informationen finden Sie unter: www.inklusiv-gemeinsam-arbeiten.de

Die BusinessClass trifft sich das nächste Mal zum Firmenbesuch beim Ochsle in Ochsenfurt. Gern können sich Unternehmerinnen/Gründerinnen hier anmelden: https://events.wuerzburg.ihk.de/BCFirmenbesuch

Informationen
Sonja Weigel
Tel. 0931 4194-322
E-Mail: sonja.weigel@ wuerzburg.ihk.de

oder unter www.wuerzburg.ihk.de/frauennetzwerk

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